Piwik – die Alternative zu Google Analytics
Viele denken, dass man sich um nichts weiter kümmern muss, als dass die Website geil aussieht. Was interessieren mich irgendwelche Telemediengesetze oder Datenschutzrichtlinien, es sei denn, Facebook und Google brechen und misachten diese. Also einfach Google Analytics zum tracken nehmen, macht schließlich jeder.
Doch die Sache ist nicht ohne, denn datenschutzrechtlich ist der Einsatz von Google Analytics nicht nur fraglich, sondern auch verboten. Denn Google Analytics speichert nicht nur die IP-Adresse der Besucher. Sie gibt diese auch zu Marketingzwecke an Dritte weiter, sofern das der Websitebetreiber nicht ausdrücklich unterbunden hat. Ein Hinweis auf den Websites selber findet sich dazu auch kaum. Im Grunde könnte ich euch alle abmahnen lassen. BAM!
Man sollte also über eine Alternative nachdenken, will man vorerst von Abmahnungen verschont bleiben. Ich benutze seit einiger Zeit Piwik, welches man sich auf dem eigenen Server installieren muss. Das dauert gerade mal fünf Minuten – wenn man zwischendurch noch kacken geht. Der Clou: bei Piwik kann man mittlerweile im UI einstellen, dass die IP-Adresse des Besuchers nicht gespeichert werden soll. Somit kann man zwar keine Stammbesucher mehr ausmachen, dafür schützt man ein wenig mehr die Privatssphäre anderer.
Doch Piwik allein nützt nichts. Die Datenschutzerklärung muss auch angepasst werden, als eigene Seite, nicht im Impressum. Wer denkt, dass er es nicht braucht, weil er ja nur ein Blog hat und niemanden etwas böses will, sollte das dann mal dem Anwalt erklären. Wenn ein Mandant nämlich einen schlechten Tag hat, dann ist eine Abmahnung ruck zuck geschrieben.
Zum Tool selber: Zur Zeit ist die Version 0.6.4 draußen, mit neuem Design und vielen Tools und Widgets. Macht Spaß und die Daten bleiben dort, wo sie hingehören. Bevor man also weiterhin zu Google greift, sollte man anfangen, auf Alternativen zurückzugreifen. Nicht nur, um sich selber abzusichern, sondern auch dem User das letzte bißchen Anonymität zu gewähren.


PIWIK - die unbedenkliche Alternative zu Google Analytics | Externer Datenschutzbeauftragter (BDSG)
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22. Juli 2010 um 06:31