Ein Blog-Eintrag von Ralf Schwartz und mein dazu gehöriger Kommentar inspirierte mich spontan, mich mal wieder über etwas aufzuregen: Blogs. Beziehungsweise die Betreiber von Blogs, die die Nerven der Leser strapazieren, indem sie uns Sachen aufzwängen, die uns einfach den Spaß nehmen. Dies ist ein Rant über Social-Network-Buttons auf Websites.
Viele denken, dass man sich um nichts weiter kümmern muss, als dass die Website geil aussieht. Was interessieren mich irgendwelche Telemediengesetze oder Datenschutzrichtlinien, es sei denn, Facebook und Google brechen und misachten diese. Also einfach Google Analytics zum tracken nehmen, macht schließlich jeder.
Es gibt ja Leute, denen ist das Design einer Website egal. Die mögen auch eBay und das schlichte Design von Google. Es gibt aber auch Leute, die können sich über Kleinigkeiten schon so derbe aufregen, dass sie am liebsten den Monitor mit der Kettenfaust entpixeln würden. Bei mir sind das unter anderem Dinge typographischer Natur.
Da ist zum Beispiel die Sache mit den Headlines: Wenn man nicht aufpasst, rutscht das letzte Wort in die zweite Zeile und hängt dann da. Alleine. Deshalb werden die auch “Widows” genannt, Witwen der Buchstabensuppe. Das sieht dann ungefähr so aus:
Widon’t ist ein kleines Plugin, das aus so einer Greueltat ein Meisterwerk der Schriftkunst macht. Nämlich das, was sein soll:
Und schon kann man besser schlafen, läuft in Arbeitsämtern weniger Amok und verbraucht weniger Sprit auf 100 km.
Einigen ist “4chan” ein Begriff, vielleicht auch “/b/”, wenn nicht sogar “Anonymous”. Die wohl einflussreichste Website im Interwebz ist gleichzeitig auch die gefürchteste, an die sich nicht mal Großkonzerne wie AT&T heran trauen. moot, Gründer dieses Boards, sprach im Februar in einer TED, wobei er vieles dabei unerwähnt ließ. Aus gutem Grund. In einem Kommentar wird es auf den Punkt gebracht gebracht:
By imposing absolutely no limits on the community 4chan really shows the power of the collective and the power of complete anonymity in allowing sweeping collective acts- both positive and negative.
Und genau das zeigt, warum die Regierungen immer mehr Angste bekommen und das Internet unter ihre Kontrolle bringen wollen mit ihren Zensurapparaten. Denn ein Volk sollte keine Angst vor der Regierung haben. Die Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben.
We are Anonymous.
We are Legion.
We do not forgive.
We do not forget.
Expect us.
Martin Szymanski, aus und in Hamburg, blogge seit 2000 als/auf/mit PARACUDA und bin beruflich mit elf acht unterwegs. Hier schreibe ich über Sachen aus und für das Interwebz; meistens über Erfahrungen, die ich beim Bugfixing sammeln kann, aber auch über Programme, die ich mir gerne installiere und sie dann auch benutze. Ich mag HTML, CSS und jQuery. Und Elefanten.