05.07.2010 Development 0

Scheidende Geister: target=”_blank”

Ich glaube, ich habe noch nie ein Projekt für Kunden entwickelt, wo es nicht spätestens am Ende hieß: “Externe Links sollen bitte alle in einem neuen Fenster geöffnet werden.” Man möchte den Besucher schließlich auf der eigenen Seite behalten, heißt es dann als Begründung. Und nicht nur Kunden sehen diese Funktion als notwendig. Auch Entwickler haben es oft schon so verinnerlicht, dass automatisch ein target="_blank" implementiert wird.

Die Diskussion ist bis heute im Gange, immer wieder hauen sich die Leute in den Foren die Köpfe ein, was denn nun der bessere Weg sei. Dabei muss einfach nur abgewogen werden, was wichtiger ist: die eigenen Interessen oder der User, mit seinem individuellen und doch nachvollziehbaren Surfverhalten.

Alt und unkonform

Das HTML-Tag target stammt aus einer Zeit, wo Frames noch der heiße Scheiß und Tabbed Browsing noch unbekannt waren. Vor allem stammt das aus einer Ära, wo konformer HTML-Code so wichtig war, Duschhauben. Tags wurden selten geschlossen, das gute Font-Tag war beliebter als CSS und wer ein 14.4er Modem hatte, galt schon als Nerd. Aus heutiger Sicht aber ist target="_blank" nichts weiter als der Blinddarm des HTML.

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04.07.2010 mah interwebz 1

Gruml Gruml!

Was habe ich nicht schon für Alternativen zum Google Reader ausprobiert oder zumindest ein Tool, um nicht im Browser meine Feeds zu lesen. Klar, mit Helvetireader sieht es besser aus, als das im Original doch eher dürfte Design. Aber so richtig befriedigt. mich das nicht. Ich habe auf meinem eigenen Server diverse Reader installiert, die aber entweder kompliziert im Setup waren oder von der Bedienung her eher im unteren Mittelfeld agierten. Bei der Software genau das gleiche: Hier ein Dashboard Widget, da eine App, die aber auch nicht satisfaction bietet.

Doch die Suche hat (vorerst) ein Ende: Gruml überzeugt! Die Bedienung ist dem des browserbasierten Readers entnommen und hat sogar noch mehr Funktionen, als Googles Version. Zum Beispiel kann ich Artikel per Shortcut in mein geliebtes ReadItLater schicken, sowie 13 weitere Netzwerke, Facebook, Twitter oder Posterous. Sogar URL-Shortener wie bit.ly werden angeboten. Feine Sache das.

Ich werde diese App noch ein wenig ausprobieren. Bis jetzt fügt sie sich gut in meinen Alltag ein. Auf die Halbwertszeit bin ich selber mal gespannt. Bis jetzt ist es meiner Meinung nach zumindest der beste RSS-Client für OS X.

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