Scheidende Geister: target=”_blank”
Ich glaube, ich habe noch nie ein Projekt für Kunden entwickelt, wo es nicht spätestens am Ende hieß: “Externe Links sollen bitte alle in einem neuen Fenster geöffnet werden.” Man möchte den Besucher schließlich auf der eigenen Seite behalten, heißt es dann als Begründung. Und nicht nur Kunden sehen diese Funktion als notwendig. Auch Entwickler haben es oft schon so verinnerlicht, dass automatisch ein target="_blank" implementiert wird.
Die Diskussion ist bis heute im Gange, immer wieder hauen sich die Leute in den Foren die Köpfe ein, was denn nun der bessere Weg sei. Dabei muss einfach nur abgewogen werden, was wichtiger ist: die eigenen Interessen oder der User, mit seinem individuellen und doch nachvollziehbaren Surfverhalten.
Alt und unkonform
Das HTML-Tag target stammt aus einer Zeit, wo Frames noch der heiße Scheiß und Tabbed Browsing noch unbekannt waren. Vor allem stammt das aus einer Ära, wo konformer HTML-Code so wichtig war, Duschhauben. Tags wurden selten geschlossen, das gute Font-Tag war beliebter als CSS und wer ein 14.4er Modem hatte, galt schon als Nerd. Aus heutiger Sicht aber ist target="_blank" nichts weiter als der Blinddarm des HTML.

